FC Homberg wird für Integrationsarbeit ausgezeichnet

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Der FC Homberg (Schwalm-Eder-Kreis) ist im Rahmen der Initiative „1:0 für ein Willkommen“ von der Egidius-Braun-Stiftung ausgezeichnet worden.

Wie bereits mehrfach berichtet, werden mit dieser Initiative der Egidius-Braun-Stiftung Fußballvereine gefördert, die sich speziell für die Belange von Flüchtlingen engagieren und sich für deren Integration einsetzen.

 

Dies ist beim FC Homberg seit mehreren Jahren gelebte Praxis. So nimmt der Verein u.a. seit 2013 an der Kampagne des Fairplay Forums des Hessischen Fußball Verbandes „Wir sagen Nein! zu Diskriminierung und Gewalt“ teil. Durch die Teilnahme an der Kampagne hat sich der Verein verpflichtet, verbindlich für Integration, Vielfalt und Respekt – gegen Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus und Gewalt im und um den Fußball einzutreten und zusätzlich Maßnahmen zu ergreifen, um die Spieler, Eltern und Betreuer diesbezüglich aufzuklären.

Jeder, der in unserem Verein Sport treiben möchte, hat ein Recht darauf, fair und ohne Vorurteile aufgenommen zu werden. Unser Integrationskonzept zur Einbindung von Flüchtlingen, zur Gewaltprävention, zu mehr Toleranz und Ausländerfreundlichkeit haben wir schrittweise ausgebaut.“, so der Erste Vorsitzende des FC Homberg, Stefan Gerlach.

Die Integrationsarbeit des Vereins geht sogar so weit, dass man auf Vorstandsebene einen Integrationsbeauftragten bestimmt hat, der über einen Migrationshintergrund verfügt und den Verein bzw. die Flüchtlinge u. a. bei der Suche nach Arbeits- und Ausbildungsplätzen unterstützt.

Neben vom Verein mitdurchgeführten Informationsveranstaltungen gegen Diskriminierung, Vereins- und Projektvorstellungen im Kreis von kirchlichen Initiativen und persönlichen Gesprächen vor Ort in den Flüchtlingsunterkünften in Homberg und seinen Stadtteilen, hat der FC Homberg Migranten in sein Vereinsleben voll eingebunden und diese mit den notwendigsten Utensilien ausgestattet.

 

Die Vereinsmitgliedschaft ist für Flüchtlinge kostenfrei und die Flüchtlinge werden bei Behördengängen oder der Wohnungssuche unterstützt. Bei Bedarf wird ein Fahrdienst zu Trainingseinheiten und Spielen organisiert.

Darüber hinaus bietet der FC Homberg in Gemeinschaft mit der Homberger Turnerschaft (HTS) und dem Homberger Handball Club (HHC) mittlerweile regelmäßig „Allgemeinsport für Flüchtlinge“ an. Auch diese Abende werden von den Flüchtlingen stark frequentiert. Abwechselnd wird dann Fußball, Handball oder Volleyball gespielt.

Die Ehrung wurde von Kreisfußballwart Erwin Naumann im Rahmen einer der o.g. „Allgemeinsportabende“ durchgeführt.

Neben einem Scheck in Höhe von 500 €, „den wir dringend für die weitere Integrationsarbeit, gerade bei der steigenden Anzahl von Jugendlichen und Kindern benötigen“ (Gerlach), konnten sich die Fußballer über einen neuen Satz Trainingstrikots und Bälle freuen.

 

Auf dem Foto zu sehen sind die sporttreibenden Flüchtlinge mit Kreisfußballwart Erwin Naumann (ganz links), Christian Marx (FC Homberg, 4. von links), Debora Schaum (Stadt Homberg, Mitte mit lila Pullover) und Klaus Mienert (Homberger TS, Mitte mit Brille) - Bericht und Foto: Andreas Garde (Kreispressereferent)